| Paul Peters: Oh Gott, Lotta. Schau dir das an. Das ist… das ist einfach zu viel. |
| Lotta Ludke: Hey, Paul. Ganz ruhig. Was ist denn zu viel? |
| Paul Peters: Alles! Schau mal hier. Es gibt Hemden in Blau, in Rot, in Grün. Gestreift, kariert, gepunktet. Und das sind nur die Hemden! Da drüben sind die Hosen. Und Jacken. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. |
| Lotta Ludke: Okay, Stopp. Erst mal tief durchatmen. Einatmen… und ausatmen. Wir haben doch Zeit. |
| Paul Peters: Haben wir eben nicht! Ich habe… also, ich habe heute Abend etwas vor. |
| Lotta Ludke: Heute Abend? Was meinst du? Arbeitest du wieder im Restaurant? |
| Paul Peters: Nein, nicht im Restaurant. Also, nicht zum Arbeiten. Ich habe… ich habe ein Date. |
| Lotta Ludke: Was? Ein Date? Paul! Das ist ja super! Mit wem denn? |
| Paul Peters: Mit Sarah. Wir schreiben schon ein bisschen. Und heute treffen wir uns zum ersten Mal richtig. Zum Abendessen. |
| Lotta Ludke: Das freut mich total für dich! Aber warum bist du denn so panisch? |
| Paul Peters: Weil ich keine Ahnung habe, was ich anziehen soll! Schau mich doch an. Ich trage meine alten Arbeitssachen. Das geht doch nicht. |
| Lotta Ludke: Hm, na ja. Für ein Date ist das vielleicht wirklich nicht optimal. |
| Paul Peters: Es ist doch verrückt, Lotta. Ich kann ein Menü für hundert Leute planen. Ich weiß genau, welcher Wein zu welchem Fisch passt. Ich plane das Wochen im Voraus. Aber mein eigenes Outfit? Dafür habe ich keinen Plan. Null. |
| Lotta Ludke: Dafür hast du ja mich. Ich bin heute dein Coach. Dein Mode-Coach. Wir kriegen das schon hin. |
| Paul Peters: Danke, Lotta. Du bist meine Rettung. Also, was machen wir zuerst? |
| Lotta Ludke: Zuerst müssen wir wissen: Wie ist der „Vibe“? |
| Paul Peters: Der Vibe? Was meinst du damit? |
| Lotta Ludke: Die Atmosphäre. Wo geht ihr hin? Ist es schick? Ist es locker? Ist es eine Kneipe oder ein 5-Sterne-Restaurant? Das Outfit muss zum Ort passen. |
| Paul Peters: Ah, verstehe. Also, wir gehen in ein Bistro in Mitte. Es heißt „Das Blaue Haus“. Kennst du das? |
| Lotta Ludke: Ja, das kenne ich! Das ist nett dort. |
| Paul Peters: Es ist modern, aber nicht steif. Also keine weißen Tischdecken. Aber es ist auch kein Imbiss. Es gibt dort gutes Essen, und das Licht ist abends eher dunkel. Ziemlich romantisch, glaube ich. |
| Lotta Ludke: Gute Wahl, Paul. Wirklich. Das klingt sehr entspannt, aber stilvoll. |
| Paul Peters: Und was zieht man da an? Anzug? Krawatte? |
| Lotta Ludke: Auf keinen Fall Krawatte! Das ist zu viel. Für so einen Ort ist der Dresscode „Smart Casual“. |
| Paul Peters: Smart Casual? Das klingt kompliziert. Was heißt das auf Deutsch? „Klug und lässig“? |
| Lotta Ludke: So ungefähr. Pass auf: Smart Casual ist die goldene Mitte. Es ist nicht so formell wie ein Business-Anzug, den man in der Bank trägt. Aber es ist auch nicht so gammelig wie ein altes T-Shirt und Jogginghose auf dem Sofa. |
| Paul Peters: Okay. Die Mitte. Nicht zu schick, nicht zu faul. |
| Lotta Ludke: Genau. Du willst zeigen: „Ich habe mir Mühe gegeben, aber ich bin ganz entspannt.“ |
| Paul Peters: Gut. Mühe gegeben, aber entspannt. Das kann ich. Glaube ich. Dann lass uns mal gucken. |
| Paul Peters: Ah, guck mal hier! Das hier sieht doch professionell aus. |
| Lotta Ludke: Zeig mal her. |
| Paul Peters: Ein schwarzes Hemd. Schwarz ist immer gut, oder? Schwarz ist sicher. Und der Stoff glänzt sogar ein bisschen. Das sieht teuer aus. |
| Lotta Ludke: Oh, Paul… nein. Leg das bitte sofort wieder weg. |
| Paul Peters: Warum denn? Was ist falsch daran? |
| Lotta Ludke: Schau dir mal den Kragen an. Der ist total steif. Und dieser glänzende Stoff… das ist Polyester. Darin schwitzt du nur. |
| Paul Peters: Schwitzen ist schlecht. Ich bin eh schon nervös genug. |
| Lotta Ludke: Außerdem… wenn du dieses schwarze, glänzende Hemd trägst, dann sehen die Leute dich an und denken: „Herr Ober, die Rechnung bitte!“ |
| Paul Peters: Oh nein. Du hast recht. |
| Lotta Ludke: Du siehst darin aus wie der Kellner! Und du bist doch heute der Gast, nicht der Chef vom Restaurant. |
| Paul Peters: Stimmt. Das wäre ja peinlich. Ich sitze beim Date und jemand bestellt bei mir ein Bier. Okay, weg mit dem schwarzen Hemd. |
| Lotta Ludke: Wir brauchen etwas Freundliches. Schwarz ist am Abend oft ein bisschen zu hart oder zu düster. |
| Paul Peters: Welche Farbe denn dann? Rot? Gelb? |
| Lotta Ludke: Hm, Rot ist sehr aggressiv. Wie wäre es mit Blau? Oder Olivgrün? Das passt gut zu deinen Augen und deinen Haaren. Das wirkt sympathisch. |
| Paul Peters: Blau klingt gut. Blau ist ruhig. Vielleicht macht mich die Farbe auch ruhiger. |
| Lotta Ludke: Schauen wir mal bei den blauen Hemden… Ah, hier! Das ist perfekt. |
| Paul Peters: Das hier? Das ist Hellblau. |
| Lotta Ludke: Das ist ein Oxford-Hemd. Fühl mal den Stoff. |
| Paul Peters: Das fühlt sich gut an. Weich. Aber auch ein bisschen fest. |
| Lotta Ludke: Das ist Baumwolle. Das atmet. Darin schwitzt du nicht so schnell wie in dem Plastik-Hemd von vorhin. Und der Schnitt ist ein Klassiker. Es sieht ordentlich aus, aber nicht zu streng. |
| Paul Peters: Okay. Baumwolle, hellblau, klassisch. Das gefällt mir. Welche Größe brauche ich? |
| Lotta Ludke: Du bist ziemlich groß und sportlich… Probier mal Größe L. Hier ist die Umkleidekabine. |
| Paul Peters: Gut. Ich bin gleich wieder da. |
| Lotta Ludke: Und? Wie fühlt es sich an? |
| Paul Peters: Na ja. Es passt schon. Irgendwie. |
| Lotta Ludke: Komm mal raus. Ich muss das sehen. |
| Paul Peters: Schau mal. Ich weiß nicht. Ich sehe aus wie ein Karton. |
| Lotta Ludke: Oh. Ja, ich sehe das Problem. |
| Paul Peters: Es hängt einfach so an mir runter. Hier an der Taille ist viel zu viel Stoff. |
| Lotta Ludke: Das ist der „Regular Fit“. Das ist ein gerader Schnitt. Das ist bequem, aber für dich ist das nichts. Du bist schlank, Paul. Das Hemd versteckt deine Figur total. |
| Paul Peters: Und schau mal die Schultern an. Die Naht hängt hier unten am Arm. |
| Lotta Ludke: Ja, das ist zu groß und zu weit. Wir brauchen „Slim Fit“. Oder „Tailored Fit“. Das ist tailliert. Das liegt enger am Körper an. |
| Paul Peters: Enger? Ist das dann nicht unbequem? |
| Lotta Ludke: Nein, gar nicht. Es soll ja nicht hauteng sein wie ein Trikot beim Sport. Es soll nur deiner Körperform folgen. Warte, ich hole dir das gleiche Hemd in Slim Fit. Bleib da. |
| Paul Peters: Ein Date. Ich habe wirklich ein Date. Hoffentlich mag sie das Restaurant. |
| Lotta Ludke: So, bitteschön. Slim Fit, Größe L. Probier das mal. |
| Paul Peters: Danke. Sag mal, Lotta… während ich mich umziehe… kann ich dich was fragen? |
| Lotta Ludke: Klar. Schieß los. |
| Paul Peters: Soll ich eigentlich Blumen mitbringen? Macht man das noch? |
| Lotta Ludke: Gute Frage. Also, Blumen sind schön. Aber übertreib es nicht. |
| Paul Peters: Ich dachte an einen großen Strauß. Rote Rosen vielleicht? 20 Stück? |
| Lotta Ludke: Nein! Paul! Auf keinen Fall! Das ist viel zu viel. |
| Paul Peters: Zu viel? Warum? |
| Lotta Ludke: Das ist das erste Date. Ein riesiger Strauß rote Rosen macht total viel Druck. Das wirkt so… intensiv. Das schreit förmlich „Ich liebe dich“ oder „Heirate mich“. Das macht ihr vielleicht Angst. |
| Paul Peters: Oh. Okay. Keine Rosen. Keine Angst machen. Verstanden. Also gar keine Blumen? |
| Lotta Ludke: Doch, eine Kleinigkeit geht schon. Vielleicht eine einzelne, schöne Blume. Eine Sonnenblume ist nett. Oder ein kleiner Strauß Wiesenblumen. Das wirkt locker und süß. Nicht so schwer. |
| Paul Peters: Wiesenblumen. Das merke ich mir. Das klingt gut. Ich will ja nur nett sein. Ich bin so schlecht in diesen Dingen. |
| Lotta Ludke: Du bist nicht schlecht, Paul. Du machst dir nur zu viele Gedanken. |
| Paul Peters: Ich will halt, dass es perfekt ist. |
| Lotta Ludke: Hör mal zu. Das wichtigste Geschenk ist nicht die Blume. Das wichtigste Geschenk bist du. |
| Paul Peters: Ich? Na toll. |
| Lotta Ludke: Ja, du! Sei ein guter Zuhörer. Stell Fragen. Schau ihr in die Augen. Das ist viel wichtiger als alles andere. |
| Paul Peters: Zuhören. Fragen stellen. Okay. |
| Lotta Ludke: Und noch ein Tipp, Herr Gastronom: Schalt dein „Restaurateur-Gehirn“ aus! |
| Paul Peters: Was meinst du damit? |
| Lotta Ludke: Ich meine: Kritisiere nicht das Essen! Sag nicht: „Die Soße braucht mehr Salz“ oder „Der Service ist zu langsam“. Genieß einfach den Abend. Niemand mag Besserwisser beim ersten Date. |
| Paul Peters: Okay, okay. Ich verspreche es. Ich sage kein Wort über die Soße. So, ich bin fertig. |
| Paul Peters: Und? Was sagst du? |
| Lotta Ludke: Wow! Paul! Das sieht ja klasse aus. |
| Paul Peters: Echt? Findest du? |
| Lotta Ludke: Ja, absolut. Der Slim Fit ist perfekt für dich. Schau mal in den Spiegel. Deine Haltung ist gleich viel besser. Du stehst viel gerader. |
| Paul Peters: Hey… stimmt. Das sieht gar nicht mehr nach „Karton“ aus. Es sitzt gut an den Schultern. |
| Lotta Ludke: Nur eine Kleinigkeit noch. Die Ärmel sind ein bisschen zu lang. Sie gehen fast bis über deine Hände. |
| Paul Peters: Mist. Brauche ich eine andere Größe? |
| Lotta Ludke: Nein, nein. Das machen wir anders. Ich zeige dir einen Trick. Einen Smart-Casual-Trick. |
| Paul Peters: Einen Trick? |
| Lotta Ludke: Ja. Mach mal die Manschetten-Knöpfe auf. Genau so. Und jetzt krempelst du den Ärmel zweimal um. |
| Paul Peters: Einmal… zweimal… So? |
| Lotta Ludke: Ja, genau bis unter den Ellbogen. Nicht zu hoch, sonst sieht es nach Baustelle aus. Aber so sieht es locker aus. Zeig mal den anderen Arm. |
| Paul Peters: Okay, hier auch. Zweimal umschlagen. |
| Lotta Ludke: Super. Das sieht viel dynamischer aus. Und man sieht deine Uhr. Das ist ein schönes Detail. |
| Paul Peters: Das gefällt mir! Das fühlt sich irgendwie… frei an. Nicht so eingesperrt. |
| Lotta Ludke: Siehst du? Kleine Änderung, große Wirkung. |
| Paul Peters: Aber Lotta… ist das Blau nicht ein bisschen langweilig? |
| Lotta Ludke: Langweilig? Wie kommst du darauf? |
| Paul Peters: Guck mal da drüben. Da hängt ein Hemd mit Ananas-Muster. |
| Lotta Ludke: Paul… |
| Paul Peters: Nein, wirklich! Überall kleine gelbe Ananas-Früchte. Das ist doch lustig, oder? Ich arbeite mit Essen, ich mag Essen. Das passt zu mir! Das zeigt meine Persönlichkeit. |
| Lotta Ludke: Paul, hör mir gut zu: Nein. Einfach nein. |
| Paul Peters: Aber warum denn nicht? Das ist doch ein Gesprächsstarter. |
| Lotta Ludke: Weil sie dir ins Gesicht schauen soll, nicht auf dein Hemd. Wenn du lauter kleine Früchte auf dem Bauch hast, guckt niemand mehr in deine Augen. |
| Paul Peters: Hm. Das stimmt vielleicht. |
| Lotta Ludke: Für das erste Date gilt: Weniger ist mehr. Das Hemd soll dich unterstützen, nicht die Show stehlen. Die Ananas kannst du anziehen, wenn ihr euch schon drei Monate kennt und zum Strand fahrt. |
| Paul Peters: Okay, verstanden. Keine Ananas. Schade eigentlich. |
| Lotta Ludke: Was ist mit dem Hemd da? Das gestreifte? |
| Paul Peters: Das hier? Das ist Leinen, oder? |
| Lotta Ludke: Ja, Leinen ist sehr cool für den Sommer. Sehr luftig. |
| Paul Peters: Aber schau mal, der Ärmel ist schon ganz zerknittert. Nur vom Hängen. |
| Lotta Ludke: Das ist das Problem bei Leinen. Es knittert sofort. Wenn du dich einmal hinsetzt, hast du Falten am Rücken. |
| Paul Peters: Oh nein. Ich werde heute Abend sowieso zappelig sein. Ich rutsche bestimmt auf dem Stuhl hin und her. |
| Lotta Ludke: Dann siehst du nach zehn Minuten aus, als hättest du im Hemd geschlafen. |
| Paul Peters: Bloß nicht! Ich will ordentlich aussehen. Also, kein Leinen. Wir bleiben beim Oxford-Hemd. Baumwolle ist mein Freund. |
| Lotta Ludke: Gute Entscheidung. Das Hemd haben wir also. Jetzt schauen wir mal nach unten. |
| Paul Peters: Nach unten? |
| Lotta Ludke: Deine Hose, Paul. |
| Paul Peters: Was ist mit meiner Hose? Das ist eine Cargo-Hose. Die ist super praktisch. Schau mal, wie viele Taschen die hat! |
| Lotta Ludke: Ja, genau das ist das Problem. Wofür brauchst du beim Date sechs Taschen? Willst du Snacks schmuggeln? |
| Paul Peters: Man weiß ja nie! Vielleicht habe ich Hunger. |
| Lotta Ludke: Du gehst in ein Restaurant! Da gibt es Essen. Nein, die Cargo-Hose geht gar nicht. Die ist zu… sportlich. Zu wuchtig. |
| Paul Peters: Was dann? Eine Anzughose? |
| Lotta Ludke: Nein, das wäre wieder zu formell für Smart Casual. Wir brauchen eine Jeans. |
| Paul Peters: Eine Jeans? Ist das schick genug? |
| Lotta Ludke: Ja, aber es muss die richtige Jeans sein. Dunkelblau. Kein helles Blau, keine Waschungen, und auf gar keinen Fall Löcher. |
| Paul Peters: Okay, dunkles Blau. Keine Löcher. Sauber und ordentlich. Wie wäre es mit dieser hier? |
| Lotta Ludke: Ja, die sieht gut aus. „Dark Denim“ nennt man das. Das passt perfekt zu dem hellblauen Hemd. Probier die mal an. |
| Paul Peters: Bin schon unterwegs. |
| Paul Peters: Die passt super! Viel besser als die Cargo-Hose. Ich fühle mich gleich… schneller. |
| Lotta Ludke: Schneller? Na ja, Hauptsache schicker. Komm raus. |
| Paul Peters: Ta-da! Was denkst du? |
| Lotta Ludke: Sehr gut! Die dunkle Hose und das helle Hemd – das ist ein super Kontrast. Das sieht sehr modern aus. |
| Paul Peters: Und dazu trage ich meine Laufschuhe, oder? Die sind bequem. |
| Lotta Ludke: Paul! Bitte! Laufschuhe? |
| Paul Peters: Was denn? Die sind blau. Das passt doch. |
| Lotta Ludke: Nein. Laufschuhe sind für den Sport. Oder für den Supermarkt. Aber nicht für ein Date im Bistro. Das ruiniert das ganze Outfit. |
| Paul Peters: Aber ich habe keine anderen Schuhe dabei. |
| Lotta Ludke: Dann kaufen wir welche. Schau mal dort im Regal. Die braunen Lederstiefel. Oder die schicken Sneaker aus Leder. |
| Paul Peters: Braun? Zu Blau? Passt das? |
| Lotta Ludke: Braun und Blau sind Komplementärfarben. Na ja, fast. Sie sehen zusammen fantastisch aus. Braun wirkt wärmer als Schwarz. Probier mal die braunen Stiefel an. |
| Paul Peters: Okay… oh, die sehen gut aus. Das wirkt gleich viel erwachsener. |
| Lotta Ludke: Siehst du? Jetzt stimmt das Bild. Aber eine Sache fehlt noch. |
| Paul Peters: Was denn? Hose, Hemd, Schuhe. Ich habe doch alles. |
| Lotta Ludke: Du steckst das Hemd in die Hose, damit es scharf aussieht. Also brauchst du einen Gürtel. |
| Paul Peters: Ah, stimmt. Ich habe einen schwarzen Gürtel zu Hause. |
| Lotta Ludke: Halt! Stopp! Regel Nummer eins in der Mode: Der Gürtel muss zu den Schuhen passen. |
| Paul Peters: Echt? Ist das eine Regel? |
| Lotta Ludke: Ja, das ist ein Gesetz! Braune Schuhe, brauner Gürtel. Schwarze Schuhe, schwarzer Gürtel. Niemals mischen. Sonst sieht es chaotisch aus. |
| Paul Peters: Das wusste ich nicht. Okay, dann brauche ich einen braunen Gürtel. Hier hängt einer. |
| Lotta Ludke: Der passt perfekt zum Leder der Schuhe. Nimm den. |
| Paul Peters: So… fertig. |
| Paul Peters: Wow. Das bin ich? |
| Lotta Ludke: Das bist du, Paul. Du siehst toll aus. |
| Paul Peters: Ich fühle mich ganz anders. Nicht mehr so… verloren. Ich kann mir das Date jetzt richtig vorstellen. Ich gehe da rein, begrüße sie… ja, das fühlt sich gut an. |
| Lotta Ludke: Das ist das Selbstvertrauen. Die Kleidung hilft dir dabei. |
| Paul Peters: Ja. Weißt du, was das ist? Diese Kleidung ist meine Rüstung. |
| Lotta Ludke: Deine Rüstung? |
| Paul Peters: Ja. Gegen die Angst. Wenn ich gut aussehe, fühle ich mich sicher. Dann habe ich keine Angst, dass ich mich blamiere. |
| Lotta Ludke: Das verstehe ich. Aber vergiss nicht: Du musst nicht perfekt sein. Selbstbewusstsein heißt nicht, dass man keine Fehler macht. |
| Paul Peters: Sondern? |
| Lotta Ludke: Es heißt, dass man ruhig bleibt, wenn mal was schiefgeht. Wenn du zum Beispiel Suppe auf dein neues Hemd kleckerst… |
| Paul Peters: Bloß nicht! Sag das nicht! |
| Lotta Ludke: Wenn es passiert, dann lach einfach darüber. Das ist sexy. Perfektion ist langweilig. Sei einfach du selbst. |
| Paul Peters: Du hast recht. Ich bin ich. Nur in besserer Kleidung. Danke, Lotta. Wirklich. Du hast mich gerettet. |
| Lotta Ludke: Dafür sind Freunde doch da. Oder wie ich immer sage: Ich bin der Therapeut für arme Leute. |
| Paul Peters: Du bist mehr als das. Hey, als Dankeschön… nächste Woche kommst du in mein Restaurant. Zum Mittagessen. |
| Lotta Ludke: Oh, echt? |
| Paul Peters: Ja, es geht auf mich. Alles, was du willst. |
| Lotta Ludke: Deal! Das nehme ich an. Aber nur unter einer Bedingung. |
| Paul Peters: Welche Bedingung? |
| Lotta Ludke: Ich will einen vollständigen Bericht! Ich will jedes Detail vom Date hören. Was ihr gegessen habt, worüber ihr geredet habt… alles! |
| Paul Peters: Versprochen. Du kriegst den vollen Bericht. |
| Lotta Ludke: Gut. Dann geh jetzt zur Kasse und kauf deine Rüstung. Sarah wartet nicht ewig. |
| Paul Peters: Alles klar. Ich bin bereit. Wünsch mir Glück! |
| Lotta Ludke: Viel Glück, Paul! Du rockst das! |
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