Lesson Transcript

Robert Rossler: Hallo, ich bin zu Hause.
Robert Rossler: Puh... meine Beine. Ich spüre meine Beine nicht mehr. Zwölf Stunden auf den Beinen, das ist heute echt zu viel.
Vanessa Vogt: Hey. Willkommen im Club. Ich sitze hier schon seit einer Stunde und starre einfach nur die Wand an.
Vanessa Vogt: Mein Kopf ist voll mit Tabellen. Ich kann keine Zahlen mehr sehen. Wirklich, keine einzige Zahl mehr.
Robert Rossler: Oh Mann. Wir sind beide total fertig, oder?
Vanessa Vogt: Ja, total. Wir brauchen dringend eine Pause.
Robert Rossler: Nicht nur eine Pause. Wir müssen hier raus. Weg von der Arbeit, weg vom Lärm. Einfach weg aus Berlin.
Vanessa Vogt: Das klingt traumhaft. Aber wann?
Robert Rossler: Nächstes Wochenende ist doch das lange Wochenende. Wir haben Montag frei.
Vanessa Vogt: Stimmt! Daran habe ich gar nicht gedacht.
Robert Rossler: Lass uns in die Sächsische Schweiz fahren. Das sind nur drei Stunden mit dem Auto.
Vanessa Vogt: Sächsische Schweiz? Ist das nicht da, wo alle immer wandern gehen?
Robert Rossler: Ja, genau! Die Berge dort sind fantastisch. Ich will unbedingt den Lilienstein hochklettern. Das ist eine super Herausforderung.
Vanessa Vogt: Klettern? Robert, du weißt doch, ich und Höhen... das passt nicht zusammen.
Robert Rossler: Ach komm, das macht Spaß!
Vanessa Vogt: Nein, danke. Aber die Gegend ist schön. Wenn ich einfach nur spazieren gehen kann... unten im Tal? Mit Musik im Ohr?
Robert Rossler: Okay, das ist ein Deal. Du spazierst, ich klettere.
Vanessa Vogt: Und wo schlafen wir?
Robert Rossler: Ich habe eine super Idee. Wir nehmen das Zelt mit! Wir campen direkt am Fluss.
Robert Rossler: Stell dir vor: Keine E-Mails, kein Fernseher, nur Natur. Wir sind dann komplett offline.
Vanessa Vogt: Nein. Auf gar keinen Fall.
Robert Rossler: Was? Warum denn nicht?
Vanessa Vogt: Robert, ich arbeite hart. Ich will im Urlaub eine echte Matratze. Ich will eine heiße Dusche. Und ich will Wände zwischen mir und den Mücken.
Robert Rossler: Aber Hotels sind so langweilig! Und teuer. Camping ist ein Abenteuer.
Vanessa Vogt: Ich will im Urlaub mehr Komfort haben als hier in der Wohnung, nicht weniger. Das ist mein Ernst.
Robert Rossler: Okay, okay. Verstehe. Aber wir müssen ans Geld denken.
Vanessa Vogt: Ja, wir machen halbe-halbe, wie immer. 50/50.
Robert Rossler: Genau. Und du weißt, ich spare für meine Weiterbildung im Herbst. Das ist echt teuer.
Vanessa Vogt: Ich weiß. Und ich brauche das Geld für mein neues Auto. Mein altes fällt bald auseinander.
Robert Rossler: Ein schickes Hotel können wir uns also beide nicht leisten. Nicht, wenn wir sparen wollen.
Vanessa Vogt: Und dieses billige Motel an der Autobahn? Das vom letzten Mal?
Robert Rossler: Bloß nicht. Das war schmutzig und absolut unromantisch. Da schlafe ich lieber im Auto.
Vanessa Vogt: Also kein Zelt, kein Luxushotel, kein Motel. Was machen wir dann?
Robert Rossler: Wie wäre es mit so einer einfachen Holzhütte im Wald?
Vanessa Vogt: Hat die Hütte Strom?
Robert Rossler: Ähm... wahrscheinlich nicht. Es ist halt... rustikal.
Vanessa Vogt: Robert! Ich will morgens meinen Kaffee. Und ich will meine Haare föhnen. Ohne Strom geht das nicht.
Robert Rossler: Na gut. Dann such du doch mal.
Vanessa Vogt: Warte mal... ich habe hier was Interessantes gefunden. Kennst du "Glamping"?
Robert Rossler: Glamping? Was ist das denn?
Vanessa Vogt: Das heißt "Glamorous Camping". Schau mal hier auf dem Foto. Das ist ein großes Zelt, aber es steht auf einer Holzplattform.
Vanessa Vogt: Es gibt ein richtiges Bett, elektrisches Licht und sogar eine kleine Heizung.
Robert Rossler: Zeig mal her. Wow, das sieht ja echt gemütlich aus. Und es ist mitten im Grünen.
Vanessa Vogt: Ja, und der Preis ist okay. Es ist teurer als dein Campingplatz, aber viel billiger als das Wellness-Hotel. Das passt in unser Budget.
Robert Rossler: Das ist der perfekte Kompromiss. Ich bin in der Natur, und du hast dein Bett.
Vanessa Vogt: Warte, ich muss erst die Bewertungen lesen. Ich buche nichts ohne Check.
Robert Rossler: Du und deine Bewertungen. Also, was schreiben die Leute?
Vanessa Vogt: Hier steht: "Das Bett ist super bequem." Und... oh, das ist toll: "Der Besitzer bringt jeden Morgen frische Brötchen und hausgemachte Marmelade."
Robert Rossler: Frische Brötchen? Okay, ich bin überzeugt. Gibt es auch was Negatives?
Vanessa Vogt: Ein Gast schreibt: "Achtung vor den Mücken am Abend." Und das WLAN ist wohl sehr schwach.
Robert Rossler: Kein WLAN ist gut. Dann schauen wir uns mal in die Augen und nicht aufs Handy.
Vanessa Vogt: Na gut. Aber wegen der Mücken... ich will nicht aussehen wie ein roter Ballon, wenn wir zurückkommen.
Robert Rossler: Wir kaufen einfach gutes Mückenspray. Das kriegen wir hin.
Vanessa Vogt: Also gut. Der Plan steht?
Robert Rossler: Ja. Wir fahren Freitagabend direkt nach der Arbeit los. Dann sind wir zum Abendessen da.
Vanessa Vogt: Und am Samstagvormittag gehst du klettern?
Robert Rossler: Genau. Ich stehe früh auf und gehe zum Berg.
Vanessa Vogt: Perfekt. Dann kann ich ausschlafen und in Ruhe frühstücken. Die frischen Brötchen gehören mir!
Robert Rossler: Deal. Und mittags treffen wir uns wieder. Wir können in den Nachbarort fahren und was essen.
Vanessa Vogt: Gute Idee. Und danach? Vielleicht mieten wir ein Kanu? Ein bisschen paddeln auf dem See ist entspannend.
Robert Rossler: Das klingt super. Und abends grillen wir. Ich mache uns richtig gute Burger.
Vanessa Vogt: Oh ja! Und zum Nachtisch machen wir Stockbrot über dem Feuer. Das habe ich seit Jahren nicht mehr gemacht.
Robert Rossler: Und am Sonntag?
Vanessa Vogt: Bevor wir zurückfahren, möchte ich noch auf diesen Handwerkermarkt im Dorf gehen. Ein bisschen bummeln.
Robert Rossler: Einverstanden. Das wird ein super Wochenende.
Vanessa Vogt: Gut, ich buche das jetzt. Ich nehme meine Karte, dann bekomme ich die Bonuspunkte.
Robert Rossler: Alles klar. Wir überweisen uns das Geld dann später. Was müssen wir packen?
Vanessa Vogt: Ich brauche bequeme Sachen und meine Regenjacke. Man weiß ja nie bei dem Wetter.
Robert Rossler: Ich packe meine Wanderschuhe und die Klettersachen ein. Und ich kümmere mich um den Einkauf.
Vanessa Vogt: Bitte denk an den guten Käse. Und deinen Kaffee!
Vanessa Vogt: Ich habe nämlich keine Lust, im Wald meine eigene Kaffeemaschine zu bauen.
Robert Rossler: Keine Sorge, ich nehme meine French Press und meinen Spezialkaffee mit. Ohne den funktioniere ich ja auch nicht.
Vanessa Vogt: Haben wir eigentlich Pflaster und so was? Falls wir uns beim Wandern verletzen?
Robert Rossler: Hey, hast du vergessen, mit wem du wohnst? Ich bin der Erste-Hilfe-Kasten.
Vanessa Vogt: Stimmt ja. Mein persönlicher Krankenpfleger.
Robert Rossler: Das fühlt sich gut an. Endlich ein Plan. Ich bin jetzt schon entspannter.
Vanessa Vogt: Ich auch. Das müssen wir feiern.
Robert Rossler: Kochen wir noch was?
Vanessa Vogt: Nein, heute nicht mehr. Lass uns was bestellen. Beim Vietnamesen um die Ecke?
Robert Rossler: Oh ja, Pho-Suppe und Sommerrollen. Das ist genau das Richtige jetzt.
Vanessa Vogt: Der perfekte Kompromiss. Wie unser Urlaub.

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