Lesson Transcript

Lotta Ludke: Hach ja... Hörst du das?
Boris Braun: Hm? Was meinst du?
Lotta Ludke: Den Regen. Es regnet jetzt schon seit drei Stunden ohne Pause. Es hört einfach nicht auf.
Boris Braun: Oh, stimmt. Das Wetter ist heute wirklich furchtbar. Typisch Berlin im November, oder? Grau, nass und kalt.
Lotta Ludke: Ja, genau. Aber weißt du was? Ich mag das eigentlich. Es ist so gemütlich hier drinnen. Aber für das Geschäft ist es natürlich schlecht. Schau mal, der Laden ist total leer. Niemand möchte bei diesem Wetter rausgehen.
Boris Braun: Das kann ich verstehen. Ich wollte eigentlich auch nicht raus. Aber der Kaffee hier ist einfach zu gut. Da muss man Prioritäten setzen.
Lotta Ludke: Das freut mich! Du bist mein einziger Gast in der letzten Stunde. Sonst ist hier um diese Zeit immer viel los. Die Leute kommen normalerweise nach der Arbeit oder in der Pause. Aber heute? Stille.
Boris Braun: Dann hast du jetzt ein bisschen Ruhe. Ist doch auch mal schön, oder?
Lotta Ludke: Ja, schon. Ich kann endlich mal die Kaffeemaschine richtig sauber machen. Das wollte ich schon die ganze Woche machen. Und ich kann die Tassen sortieren. Möchtest du noch einen Kaffee? Der hier geht aufs Haus. Weil du so tapfer durch den Regen gekommen bist.
Boris Braun: Das ist sehr nett von dir, danke. Aber nein, lieber nicht. Ich habe schon zwei Tassen getrunken. Wenn ich noch einen trinke, kann ich heute Nacht nicht schlafen. Außerdem...bin ich gerade etwas beschäftigt.
Lotta Ludke: Ah, ich sehe es. Du schaust schon die ganze Zeit auf dein Handy. Ist alles in Ordnung?
Boris Braun: Ja, ja. Alles bestens.
Lotta Ludke: Musst du arbeiten? Du bist doch Polizist, oder? Ich habe dich schon mal in Uniform gesehen. Ist das ein wichtiger Fall? Ein Banküberfall? Eine Verfolgungsjagd?
Boris Braun: Nein, nein, nichts so Spannendes. Ich habe heute frei. Kein Dienst, keine Verbrecher. Ich bin ganz privat hier.
Lotta Ludke: Okay, gut. Und was machst du dann? Du siehst so konzentriert aus.
Boris Braun: Meine Mutter hat mir geschrieben. Sie hat zu Hause aufgeräumt, dabei alte Fotoalben gefunden und alles digitalisiert. Jetzt schickt sie mir hunderte Bilder aus meiner Kindheit.
Lotta Ludke: Oh, wie toll! Ich liebe alte Fotos! Das ist wie eine Zeitreise. Man sieht, wie alles früher war. Die Kleidung, die Frisuren... Darf ich mal sehen? Oder ist das zu privat?
Boris Braun: Na ja... eigentlich nicht. Aber ich warne dich. Die Fotos sind teilweise echt peinlich. Ich war damals ein ganz anderer Mensch.
Lotta Ludke: Ach komm! So schlimm kann es nicht sein. Zeig mal her. Ich bin neugierig.
Boris Braun: Na gut. Warte mal... Hier. Schau dir das an. Das Foto ist von 2005. Da war ich vielleicht neun oder zehn Jahre alt.
Lotta Ludke: Oh! Das bist du? Du siehst ja... wow. Du siehst so ernst aus! Richtig streng. Du guckst gar nicht freundlich. Warum denn?
Boris Braun: Tja. Ich wollte wie mein Vater aussehen. Siehst du den Mann neben mir?
Lotta Ludke: Der große Mann mit dem Schnurrbart? Ja. Er sieht aus wie ein General oder so. Sehr respekteinflößend.
Boris Braun: Genau. Das ist mein Vater. Er war auch Polizist. Ein sehr korrekter Mann. Immer pünktlich, immer ordentlich. Und dieser Schnurrbart... der war sein Markenzeichen. Er hat ihn nie abrasiert. Nie.
Lotta Ludke: Der Schnurrbart ist wirklich beeindruckend. Richtig breit.
Boris Braun: Ja. Aber weißt du, was einmal passiert ist? Einmal, nur ein einziges Mal, hat er sich rasiert. Er wollte uns überraschen.
Lotta Ludke: Und? Wie sah er aus?
Boris Braun: Wir haben ihn nicht erkannt! Wirklich! Er kam ins Wohnzimmer, und meine Schwester hat angefangen zu weinen. Sie dachte, ein Fremder ist im Haus. Er sah ohne den Bart so... nackt aus im Gesicht. Ganz anders.
Lotta Ludke: Oh nein! Die arme Schwester!
Boris Braun: Ja, das war ein Drama. Er hat den Bart dann sofort wieder wachsen lassen. Aber auf diesem Foto hier... da wollte ich genau so gucken wie er. Ernst, stark, diszipliniert. Ich habe es geübt.
Lotta Ludke: Das hast du gut gemacht. Du siehst aus wie ein Mini-Polizist. Sehr süß, eigentlich.
Boris Braun: Süß? Na ja. Ich wollte "gefährlich" aussehen. Aber okay.
Lotta Ludke: Und was ist das hier für ein Foto? Seid ihr da im Wald?
Boris Braun: Ja, das war unser jährlicher Camping-Ausflug. Wir sind jeden Sommer in die Berge gefahren.
Lotta Ludke: Das klingt super! Ich liebe Camping. Draußen sein, frische Luft, Lagerfeuer... Das ist meine Welt.
Boris Braun: Hm, ja. Für dich ist das wahrscheinlich Entspannung. Für uns war das eher... Training.
Lotta Ludke: Training? Wie meinst du das? Im Urlaub?
Boris Braun: Mein Vater war ja sehr streng. Camping war bei ihm keine Erholung. Es gab Regeln. Viele Regeln. Wir mussten morgens um sechs Uhr aufstehen. Dann mussten wir unsere Zelte perfekt aufräumen. Schau mal auf das Foto. Siehst du mein Hemd?
Lotta Ludke: Ja... es steckt in der Hose. Sehr ordentlich.
Boris Braun: Eben. Wer geht mit Hemd in der Hose campen? Wir! Und wir mussten jeden Abend unsere Stiefel putzen. Mitten im Wald! Es durfte kein Dreck an den Schuhen sein.
Lotta Ludke: Das ist ja verrückt! Stiefel putzen im Wald? Da werden die doch sofort wieder schmutzig.
Boris Braun: Das war egal. Es ging um Disziplin. Ordnung. Sauberkeit. Mein Vater hat immer gesagt: "Ordnung ist das halbe Leben." Auch im Zelt.
Lotta Ludke: Puh. Das klingt anstrengend. Hat es dir trotzdem Spaß gemacht?
Boris Braun: Irgendwie schon. Ich habe viel gelernt. Wie man Feuer macht, wie man einen Kompass benutzt. Und heute... na ja, heute bin ich selbst Ausbilder bei der Polizei. Ich glaube, das hat mich schon geprägt.
Lotta Ludke: Bist du denn auch so streng mit deinen Schülern? Müssen die auch im Wald Stiefel putzen?
Boris Braun: Nein, nicht so extrem. Ich bin streng beim Sport, ja. Aber ich weiß, dass Spaß auch wichtig ist. Man muss nicht alles so bitterernst nehmen wie mein Vater damals.
Lotta Ludke: Das ist gut. Eine gute Mischung ist wichtig.
Boris Braun: Aber warte mal... wenn du denkst, das Camping-Foto ist lustig, dann schau dir das nächste an. Das ist... nun ja. Das ist speziell.
Lotta Ludke: Zeig her! Oh mein Gott! Bist das wirklich du?!
Boris Braun: Ja. Leider. Das war meine "wilde Phase". Ich war 16.
Lotta Ludke: Deine Haare! Sie sind... lila! Richtig knallig lila!
Boris Braun: "Electric Violet" hieß die Farbe. Und guck mal die Kleidung an. Alles drei Nummern zu groß. Und der Ohrring.
Lotta Ludke: Du siehst aus wie ein ganz anderer Mensch. Gar nicht wie ein Polizist. Eher wie ein Punk-Rocker.
Boris Braun: Das war der Plan! Ich wollte auf gar keinen Fall Polizist werden. Das war mir zu langweilig, zu spießig. Ich wollte Rockstar werden. Schlagzeuger in einer Band. Wir wollten berühmt werden und um die Welt reisen.
Lotta Ludke: Und was hat dein Vater dazu gesagt? Der strenge Polizist mit dem Schnurrbart? Fand er die lila Haare gut?
Boris Braun: Er war... ruhig. Er hat nie geschrien. Er hat mich nur angesehen, den Kopf geschüttelt und gesagt: "Junge, du siehst aus wie eine Traube."
Lotta Ludke: Wie eine Traube?
Boris Braun: Ja. Wegen der lila Haare und dem runden Kopf. "Wie eine Traube." Das war seine Art zu sagen, dass er es schrecklich findet. Aber er hat es mir nicht verboten. Er wusste wohl, dass es nur eine Phase ist.
Lotta Ludke: Das ist ja witzig. Eine lila Traube! Der Kontrast ist echt extrem. Heute sitzt du hier, so ordentlich, so höflich... und auf dem Foto bist du ein wilder Rebell.
Boris Braun: Ja, das Leben ist komisch, oder? Am Ende bin ich doch Polizist geworden. Und ich mag es. Aber die Musik mag ich immer noch.
Lotta Ludke: Das ist eine tolle Geschichte. Wo hast du denn damals gewohnt? Kommst du aus Berlin?
Boris Braun: Ja, ich bin hier aufgewachsen. Warte, dazu gibt es auch ein Foto. Hier, guck mal. Das ist unsere Straße im Jahr 2010.
Lotta Ludke: Moment mal... Das Haus kenne ich doch. Das ist doch das Gebäude hier gegenüber! Oder nein... warte. Das ist dieses Gebäude! Hier!
Boris Braun: Genau. Das ist das "Triple Almond Apartment Building". Oder auf Deutsch: Das Dreimandel-Haus. Ein komischer Name, oder?
Lotta Ludke: Ja, total. Aber ich wohne da! Ich wohne im dritten Stock!
Boris Braun: Echt? Das ist ja ein Zufall. Ich wohne auch da. Ich bin vor zwei Monaten wieder eingezogen.
Lotta Ludke: Das gibt's doch nicht! Wir sind Nachbarn und wissen es gar nicht?
Boris Braun: Berlin ist ein Dorf. Aber schau mal auf das Foto. Siehst du das Geschäft im Erdgeschoss? Da, wo wir jetzt gerade sitzen?
Lotta Ludke: Das sieht anders aus. Das ist kein Café. Da steht... "Dan's Dry Cleaning". Eine Reinigung?
Boris Braun: Richtig. Früher war hier eine chemische Reinigung. Ich bin oft mit meinem Vater hierhergekommen. Er musste ja seine Uniformen reinigen lassen. Und seine Hemden. Alles musste perfekt sein.
Lotta Ludke: Wahnsinn. Heute riecht es hier nach Kaffee und Kuchen. Und damals?
Boris Braun: Damals roch es hier... chemisch. Streng. Nach heißem Dampf und Seife. Ich mochte den Geruch nicht. Aber heute? Ich liebe den Kaffeegeruch. Es ist viel besser so.
Lotta Ludke: Das finde ich auch. Kaffee ist definitiv besser als Chemie. Aber sag mal, hat sich die Gegend sehr verändert?
Boris Braun: Ja, sehr. Früher war hier viel mehr Verkehr. Autos überall. Jetzt gibt es die Fahrradwege. Und schau mal draußen, die Bäume. Auf dem Foto sind die Bäume noch ganz klein. Jetzt sind sie riesig. Es ist grüner geworden. Schöner.
Lotta Ludke: Und das Dreimandel-Haus? Hat sich das auch verändert?
Boris Braun: Nein. Das Haus ist genau gleich geblieben. Die Heizung macht immer noch diese komischen Geräusche, wenn man sie anmacht. *Klong, klong, klong*.
Lotta Ludke: Ja! Genau! Meine Heizung macht das auch! Besonders morgens um sechs. *Klong, klong*. Ich dachte, das ist nur bei mir so!
Boris Braun: Nein, das ist im ganzen Haus so. Und die Fenster? Klappern die bei dir auch, wenn der Bus vorbeifährt?
Lotta Ludke: Oh ja. Ständig. Ich muss manchmal ein Stück Papier dazwischen klemmen, damit es ruhig ist.
Boris Braun: Der alte Papiertrick. Den habe ich schon als Kind benutzt. Siehst du? Manche Dinge ändern sich nie.
Lotta Ludke: Das ist ja unglaublich. Wir wohnen im selben Haus, haben die gleichen Probleme mit der Heizung, und wir treffen uns erst hier im Café. Warum haben wir uns nie im Treppenhaus gesehen?
Boris Braun: Wahrscheinlich wegen der Arbeitszeiten. Ich muss oft sehr früh raus, zur Polizeischule. Oder ich habe Spätdienst.
Lotta Ludke: Und ich arbeite hier im Café. Ich fange auch früh an, aber an anderen Tagen. Und wenn ich frei habe, bin ich meistens weg.
Boris Braun: Wo hältst du dich denn so auf?
Lotta Ludke: Bouldern. Oder in den Park. Ich muss mich bewegen. Das Café ist mein "natürlicher Lebensraum", aber ich brauche auch Abwechslung.
Boris Braun: Verstehe.Hallo, Nachbarin!
Lotta Ludke: Hallo, Nachbar! Das ist echt cool.
Boris Braun: Warte, ein Foto habe ich noch. Das hier mag ich besonders gern. Das sind meine Mutter und meine Schwester beim Picknick.
Lotta Ludke: Oh, das sieht harmonisch aus. Spielt deine Mutter da Gitarre?
Boris Braun: Nein, das ist eine Ukulele. Sie liebt das Instrument. Es ist klein, leise und handlich. Ganz anders als ein Schlagzeug.
Lotta Ludke: Spielst du denn immer noch Schlagzeug? Oder hast du aufgehört, als du zur Polizei gegangen bist?
Boris Braun: Ich spiele noch ein bisschen. Ich habe ein elektrisches Schlagzeug mit Kopfhörern. Sonst töten mich die Nachbarn. Also... du.
Lotta Ludke: Danke! Das ist sehr rücksichtsvoll. Aber warum eigentlich Schlagzeug? Warum nicht Gitarre oder Klavier?
Boris Braun: Schau dir mal meine Hände an.
Lotta Ludke: Okay... sie sind ziemlich groß.
Boris Braun: Genau. Ich habe riesige Hände. Für eine Gitarre sind meine Finger zu dick. Ich treffe immer drei Saiten auf einmal. Und für die Ukulele? Vergiss es. Das ist wie Spielzeug für mich. Aber Schlagstöcke? Die kann ich festhalten. Da kann ich draufhauen. Das passt.
Lotta Ludke: Das macht Sinn. Schlagzeuger passt auch zu dir. Es ist körperlich, man braucht Rhythmus... wie beim Sport.
Boris Braun: Stimmt. Weißt du, wenn ich diese Fotos sehe... merke ich, dass ich kaum noch Fotos mache. Also, keine "echten" Fotos.
Lotta Ludke: Wie meinst du das? Du hast doch sicher ein Handy mit Kamera.
Boris Braun: Ja, aber was fotografiere ich? Einen Unfallort. Ein falsches Parken. Einen Dienstplan. Nur Arbeit. Ich habe keine Fotos von Freunden oder schönen Momenten. Das ist eigentlich traurig. Fotos speichern die guten Erinnerungen, oder? Man vergisst den Stress, den Regen, den Ärger. Man sieht nur das Lächeln.
Lotta Ludke: Das stimmt absolut. Fotos sind wie kleine Schatzkisten. Man behält das Gute.
Boris Braun: Weißt du was? Wir sollten das ändern. Jetzt gleich. Wir haben heute eine neue Freundschaft geschlossen. Oder eine gute Nachbarschaft. Das muss man festhalten.
Lotta Ludke: Du meinst... ein Foto von uns?
Boris Braun: Ja, warum nicht? Ein Selfie vor der Kaffeemaschine. Deinem "natürlichen Lebensraum".
Lotta Ludke: Okay, gute Idee! Warte, ich muss meine Haare richten. Nicht, dass ich auch wie eine Traube aussehe.
Boris Braun: Keine Sorge. Komm her.
Boris Braun: Perfekt. Das ist gut geworden. Du lachst sehr schön.
Lotta Ludke: Zeig mal! Ja, das ist nett. Das musst du mir unbedingt schicken. Dann habe ich auch ein Beweisfoto von meinem Polizisten-Nachbarn.
Boris Braun: Mach ich. Sag mal, du hast vorhin vom Bouldern erzählt. Machst du das oft?
Lotta Ludke: Ja, so zwei- bis dreimal die Woche. In der Halle. Und wenn das Wetter gut ist, fahre ich raus. In die Sächsische Schweiz oder so.
Boris Braun: Ich habe das noch nie probiert. Ist Bouldern schwer?
Lotta Ludke: Es ist zwar anstrengend, aber auch echt toll. Es ist wie ein Puzzle für den Körper.
Boris Braun: Ein Puzzle für den Körper? Das klingt interessant. Wie meinst du das?
Lotta Ludke: Na ja, du stehst vor der Wand und musst einen Weg nach oben finden. Du musst nachdenken: Wo setze ich den Fuß hin? Wo greife ich mit der Hand? Es geht nicht nur um Kraft. Es geht um Technik und Köpfchen. Das würde dir bestimmt gefallen. Als Sportlehrer magst du doch Herausforderungen.
Boris Braun: Das klingt tatsächlich gut. Kraft und Nachdenken. Besser als nur Gewichte heben. Vielleicht sollte ich das mal ausprobieren.
Lotta Ludke: Unbedingt! Wir können ja mal zusammen fahren. Wenn das Wetter wieder besser ist, könnten wir ja mal einen Ausflug machen. Ein bisschen Bouldern, ein bisschen Camping...
Boris Braun: Camping? Oh, Vorsicht. Denk an meinen Vater. "Ordnung ist das halbe Leben."
Lotta Ludke: Ach was. Wir machen das entspannt. Kein Stiefelputzen. Nur Spaß. Wir fahren in den State Park. Da gibt es tolle Felsen.
Boris Braun: Das klingt nach einem Plan. Aber ich habe eine Bedingung.
Lotta Ludke: Und die wäre?
Boris Braun: Ich kümmere mich um das Lagerfeuer und das Essen. Ich kann das. Ich habe es ja jahrelang trainiert. Ich mache das perfekte Feuer.
Lotta Ludke: Okay, abgemacht. Du bist der Feuer-Chef.
Boris Braun: Und du?
Lotta Ludke: Ich kümmere mich natürlich um den Kaffee. Ohne guten Kaffee gehe ich nirgendwo hin. Auch nicht in den Wald.
Boris Braun: Das ist ein fairer Deal. Feuer und Kaffee. Die wichtigsten Dinge im Leben.
Lotta Ludke: Genau. Weißt du, ich bin froh, dass ich hier in der Stadt wohne. In diesem Haus. Es ist schön, so eine Gemeinschaft zu haben.
Boris Braun: Ja. Ich habe eine Weile am Stadtrand gewohnt, in einer kleinen Wohnung allein. Das war ziemlich einsam. Man sieht niemanden. Hier ist immer etwas los. Und man trifft nette Nachbarn im Café.
Lotta Ludke: Das erinnert mich an früher. Ich habe ja mal in Portland gelebt, in den USA. Da war das auch so. Viel Gemeinschaft.
Boris Braun: Ah, schau mal. Die Ruhe ist vorbei.
Lotta Ludke: Tatsächlich. Ein neuer Kunde. Und der Regen wird auch weniger.
Boris Braun: Dann sollte ich wohl auch los. Ich muss noch einkaufen und zur Post. Das "echte Leben" ruft.
Lotta Ludke: Schade. Aber wir sehen uns ja bestimmt. Spätestens im Treppenhaus, wenn die Heizung wieder *klong* macht.
Boris Braun: Ganz sicher. Oder wenn ich meine lila Haare wieder färbe.
Lotta Ludke: Bitte mach das! Ich will die Traube sehen!
Boris Braun: Lieber nicht. Bleib tapfer bei der Arbeit! Und danke für das Gespräch, Nachbarin.
Lotta Ludke: Gerne! Bis bald, Boris!
Boris Braun: Tschüss, Lotta!

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