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Lesson Transcript

Nachdem die DDR (Deutsche Demokratische Republik) im Osten und die BRD (Bundesrepublik Deutschland) im Westen Deutschlands gegründet wurden, wollten viele Ostdeutsche in die BRD fliehen. Dies lag größtenteils daran, dass es in der DDR Grundrechte wie Meinungs- und Pressefreiheit nicht wirklich gab. Jeder, der öffentlich seine Meinung sagte und dabei die DDR kritisierte, wurde oft verhaftet oder musste um das Wohlergehen seiner Familie fürchten.
Da es einfach war von Ost- nach Westberlin zu kommen flohen etwa 2,6 Millionen Menschen in den Westen. Manche arbeiteten auch nur im Westen, wohnten aber im Osten um von den günstigen Lebensmittelpreisen im Osten und den höheren Löhnen im Westen zu profitieren. Die (sowieso schwache) Wirtschaft der DDR wurde durch diese Umstände noch weiter geschwächt.
In der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 kam es dann zu dem, was nur 2 Monate zuvor noch offiziell von der DDR-Regierung bestritten wurde ( Walter Ulbricht - „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“) - die Grenzen wurden von Polizei und Militär bewacht während eine 155 Kilometer lange Mauer rund um Westberlin gebaut wurde.
Um Flüchtlinge wirkungsvoll davon abzuhalten einfach über die Mauer in den Westen zu klettern gab es zudem auch noch eine 30-500m breite Sicherheitszone, 302 Wachtürme, Wachhunde und insgesamt etwa 12000 bewaffnete Wachmänner von denen jeden Tag etwa 2300 die Mauer bewachten.
Diese Polizisten hatten den Befehl jeden zu erschießen, der versuchte in den Westen zu kommen. Es wird geschätzt, dass etwa 86 bis 190 Menschen an der Mauer erschossen wurden. 75000 wurden gefangen genommen und wegen „Republikflucht“ angeklagt. Es ist nicht genau bekannt wie viele Menschen es in den Westen geschafft haben nachdem die Mauer gebaut wurde, es gab jedoch einige abenteuerliche Wege wie etwa 70 Versuche Tunnel unter der Mauer zu bauen, die Flucht zweier Handwerker, die mit einer 18t Planierraupe durch die Mauer fuhren und noch viele mehr.
An insgesamt 14 Grenzübergängen war es für Westdeutsche möglich in die DDR und zurück zu kommen. Die Reise durch das Gebiet der DDR in die BRD war über besondere Autobahnen auch möglich, dauerte aber bis zu 24 Stunden wegen der vielen Kontrollen.

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