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Lesson Transcript

Mit dem Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 wurde die Wiedervereinigung von West- und Ostdeutschland eingeleitet. Am 3. Oktober 1990 war es dann soweit - die Bundesrepublik Deutschland (Westdeutschland) wurde um 5 Bundesländer auf 16 insgesamt erweitert. Der 3. Oktober wird seither als der „Tag der Deutschen Einheit“ gefeiert. Es ist mittlerweile üblich, dass man den Osten Deutschlands nicht mehr „Ostdeutschland“ nennt, sondern „die neuen Bundesländer“.
Die Wiedervereinigung war eine historische Sensation. Aber sie brachte auch viele Schwierigkeiten mit sich, die bis heute nicht bewältigt wurden. Der Sozialismus der Deutschen Demokratischen Republik verhinderte die Entstehung einer freien Wirtschaft. Deshalb gibt es heutzutage in den neuen Bundesländern nur wenige Unternehmen und nur wenige Industrien. Das führt natürlich zu einer hohen Zahl Menschen, die keine Arbeit finden können. In manchen Gegenden sind über 20 % der Bürger arbeitslos. Darum sind viele Menschen sehr frustriert, denn sie haben keine Perspektive in ihrem Leben.
Da es generell wenig Geld in den neuen Bundesländern gibt, ist es auch schwierig, jungen Menschen eine anständige Ausbildung zu ermöglichen. Und da die Ausbildungs-möglichkeiten im Westen besser sind, ziehen viele Menschen nach Westdeutschland. Insbesondere Frauen wandern verstärkt aus, denn Frauen neigen dazu, eine höhere Ausbildung zu erstreben. Weil jedoch viele Frauen (und Männer auch) die neuen Bundesländer verlassen, werden nur wenige Kinder dort geboren. Die Bevölkerung dort nimmt immer mehr ab. Es leben 2 Millionen Menschen weniger dort als zu der Zeit der Wiedervereinigung.
Um die neuen Bundesländer mit Geld zu versorgen, wurde bei der Wiedervereinigung der Solidaritätsbeitrag eingeführt. Das ist eine Art Steuer. Das Geld, das der Staat auf diese Weise einnimmt, wird in den neuen Bundesländern als Subventionen ausgegeben. Aber obwohl schon viele Milliarden Euro dort investiert wurden, schaffen sie es nicht, wirtschaftlich aufzuholen. Es wird noch eine lange Zeit dauern, bis die neuen Bundesländer genau so gut dastehen wie die alten Bundesländer. Das ist sehr schade, weil es dort sehr schöne Landschaften gibt, in denen es sich lohnt zu leben. Zum Beispiel an der Ostseeküste oder im „Elbtal“, das zum Weltkulturerbe der Unesco gehört.
Doch obwohl die Wiedervereinigung so viele Probleme mit sich brachte, war sie doch eine sinnvolle politische Wende in der Geschichte Deutschlands. Auch wenn es noch 50 Jahre dauern könnte bis keines der Bundesländer in Deutschland mehr benachteiligt ist, war es die Wiedervereinigung wert. Besonders für diejenigen, die unter dem Druck der DDR-Regierung leben mussten.

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Friday at 6:30 pm
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Die westdeutsche Verfassung (das Grundgesetz) war explizit nicht für den Fall der Wiedervereinigung gedacht. Deshalb konnte Westdeutschland auch keine offizielle Wiedervereinigung mit Ostdeutschland akzeptieren - stattdessen wurde Ostdeutschland in 5 Bundesländer aufgeteilt, die "einzeln" Westdeutschland beitraten. Was haltet ihr davon?